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Ausstellung zur deutschen Sozialgeschichte

Vom 18. Mai bis 31. August 2018 ist die Ausstellung „In die Zukunft gedacht – Bilder und Dokumente zur deutschen Sozialgeschichte“ im Bundessozialgericht zu sehen. Besucherinnen und Besucher werden auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Sozialstaats – von den Anfängen der ersten Sozialgesetze bis zur Gegenwart – geführt.

Lebendige Geschichte

Unser heutiges komplexes System zur sozialen Sicherung ist das Ergebnis einer Entwicklungsgeschichte. Dieser lange, manchmal mühevolle und nicht immer geradlinige Weg zum Sozialstaat, wie wir ihn heute kennen, wird auf den 34 Tafeln der Ausstellung mit vielen Zeitzeugnissen lebendig. Eine lebensgroße Figurengruppe zeigt die verheerenden Folgen eines Arbeitsunfalls in der frühindustriellen Zeit.

Von der Armenspeisung zur sozialen Sicherung

Die Ausstellung führt uns zurück in eine Zeit, in der Mildtätigkeit oft das einzige war, auf das Menschen in Not hoffen konnten. Der gesellschaftliche Umbruch durch die Industrialisierung macht die Folgen fehlender Absicherung bei Krankheit, Unfall oder Arbeitslosigkeit überdeutlich: Wohnungsnot, Kinderarbeit und wachsende Armut prägen das Leben der Menschen im 19. Jahrhundert. Erst ab 1883 werden Kranken- und Unfallversicherung sowie die Altersversorgung eingeführt. Damit ist der Grundstein der sozialen Sicherung gelegt.

Von der Risikoabsicherung zur Solidargemeinschaft

Fotos, Briefe, Verträge und Gesetzestexte führen durch die Geschichte gesellschaftlicher Veränderungen vom Mittelalter bis heute: von der einfachen Absicherung lebensbedrohlicher Risiken bis zum heutigen komplexen sozialen Sicherungssystem.

Inspirierender Blick auf die Gesellschaft

Dabei werden nicht nur Fakten abwechslungsreich vermittelt, die Zeitzeugnisse sprechen auch vom Wandel des sozialen Klimas. Der Vergleich von damals und heute, die Darstellung verschiedener Lebensabschnitte von der Ausbildung bis zur Pensionierung und der sichtbaren Veränderungen im Zusammenleben der Geschlechter oder Generationen bieten viele Anregungen zum Nachdenken und Diskutieren. Die Ausstellung richtet sich an alle Menschen, die sich dafür interessieren und damit zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft beitragen.

Öffnungszeiten (ab 18. Mai 2018)

Montag bis Donnerstag 8:00 – 16:00 Uhr
Freitag 8:00 – 14:00 Uhr
und nach Absprache
Samstag, Sonntag und Feiertage geschlossen

Eintritt frei

Anmeldungen für kostenlose Führungen

Telefon 0561 3107 210
Pressestelle@bsg.bund.de
Führungen für Gehörlose und Hörgeschädigte nach Vereinbarung

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