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Pressemitteilung 6/2018 vom 1. März 2018 - Ausstellungseröffnung "Leben nach dem Überleben"

Am gestrigen Abend ist die Ausstellung "Leben nach dem Überleben" eröffnet worden, die das Sara Nussbaum Zentrum bis zum 11. April 2018 im Bundessozialgericht in Kassel zeigt. Die Kasseler Fotografin Helena Schätzle hat im Auftrag von AMCHA Deutschland e.V., einer Hilfsorganisation für die psychologische und psychotherapeutische Unterstützung von Holocaust-Überlebenden, viele Monate zumeist betagte Überlebende in Israel begleitet und im Kreis ihrer Angehörigen porträtiert. Entstanden sind aus dieser Arbeit Fotografien, Videosequenzen und Texttafeln, die im Elisabeth-Selbert-Saal des Bundessozialgerichts gezeigt werden.

Zur Eröffnung der Ausstellung, die von der Leiterin des Sara Nussbaum Zentrums Elena Padva moderiert wurde, sprachen neben der Fotografin Helena Schätzle die Geschäftsführerin des Zentrums Ilana Katz, die Kulturdezernentin der Stadt Kassel, Susanne Völker und Lukas Welz, Vorstandsvorsitzender von AMCHA Deutschland e.V.. Der Präsident des Bundessozialgerichts, Prof. Dr. Rainer Schlegel betonte in seiner Ansprache, "die Bilder und Texte zeigen uns, dass Antisemitismus und Angriffe auf jüdische Mitbürger nicht ausschließlich Gegenstand historischer Betrachtung sind". Vielmehr sei die Auseinandersetzung mit der Schoah und mit neueren Formen des Antisemitismus eine auf Dauer angelegte Herausforderung. "Wir wollen keinen Schlussstrich", betonte er. Vielmehr muss es darum gehen, das eigene Handeln - auch als Richter - immer wieder kritisch zu hinterfragen. "Ausstellungen wie diese geben uns Gelegenheit, die erforderliche Sensibilität zu entwickeln und wach zu halten, damit sich Vergleichbares in Deutschland nicht mehr wiederholen kann".

Die Ausstellungseröffnung wurde begleitet vom Jugendchor Cantamus des Staatstheaters Kassel unter der Leitung von Maria Radzikhovskiy.

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